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proGAV - Beschreibung  
   
Das proGAV ist ein lageabhängig arbeitendes Ventil. Der Öffnungsdruck variiert in Abhängigkeit von der Körperposition des Patienten. Um das proGAV individuell an den Patienten und seine Bedürfnisse anzupassen, wird ein Öffnungsdruck für die horizontale und ein Öffnungsdruck für die vertikale Körperposition ausgewählt.  
Link zum Flash-Film
Funktionsweise des proGAV (Format: Quicktime)

progav funktionszeichnung verstelleinheit und Gravitationseinheit
Abb. 1
     
Horizontale Position
   
Der Ventilöffnungsdruck für die horizontale Körperposition wird ausschließlich durch die Verstelleinheit bestimmt. Die Gravitationseinheit hat in dieser Position keinen Einfluss.

Der Ventilöffnungsdruck kann je nach Krankheitsbild und Indikation von 0 bis 20 cmH2O eingestellt werden. Wenn der Patient liegt, ist die Gravitationseinheit immer geöffnet und stellt keinen Widerstand für den Drainagefluss dar (siehe Abb. 2). Die Kugel-Konus-Einheit bleibt so lange geschlossen und verhindert die Liquordrainage, bis der intraventrikuläre Druck des Patienten so stark ansteigt, dass die Federkraft, die die Kugel sonst verschlossen hält, überwunden wird. Die Verschlusskugel bewegt sich aus dem Konus und erlaubt somit die entsprechende Liquordrainage.
 
     
                             Verstelleinheit                                               Gravitationseinheit
Abb. 2
 
 
 
Vertikale Position proGAV_Verstell offen_Grav zu

Abb. 3
 
Sobald sich der Patient aufrichtet, wird die Tantalkugel in der Gravitationseinheit aktiviert und bildet durch ihre Schwerkraft eine zusätzliche Erhöhung des Ventilöffnungsdrucks. Die Liquordrainage ist blockiert.

Erst wenn der intraventrikuläre Druck die Summe der Öffnungsdrücke aus Verstell- und Gravitationseinheit erreicht, öffnet sich das Ventil und ermöglicht den Abfluss des Hirnwassers.

Die stufenlose Erhöhung, bis hin zum Maximum in vertikaler Körperposition des Patienten, bietet einen effektiven Schutz gegen Überdrainage.