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proGAV - Druckstufen

Das proGAV ist als einzelne Verstelleinheit und als Kombination mit der Gravitationseinheit (in sechs verschiedenen Druckstufen) erhältlich.

Druckstufenempfehlung proGAV (pdf)

 
   
 
Standarddruckstufen
Verstelleinheit
(cmH2O)
Gravitationseinheit (cmH2O)
Kinder bis 5 Jahre und Erwachsene ab 60 Jahre
0 bis 20
20
Kinder ab 5 Jahre und Erwachsene bis 60 Jahre
0 bis 20
25
   
 
Einstellempfehlung für die Verstelleinheit
Verstelleinheit
(cmH2O)
 
 
Standard (Kinder und NPH-Patienten)
5
 
Defensiv (z. B. Patienten mit extrem weiten Ventrikeln, Aquäduktstenosen oder stark erhöhtem ICP)
10
 
Spezial (z. B. Patienten mit Pseudotumor cerebri)
15
 
   
 
Druckstufenerkennung im Röntgenbild für die Verstelleinheit    

Die eingestellte Druckstufe des proGAV sollte immer mit dem proGAV PRÜFINSTRUMENT kontrolliert werden, kann aber auch mittels eines Röntgenbildes geprüft werden. Dabei ist die Stellung des Rotors entscheidend. Die Magnete sind im Röntgenbild als weiße Punkte zu erkennen. Anhand der Richtung der Rotorspitze ist die Druckstufe ablesbar.
Bis auf den dargestellten Bereich (Abb. 1) kann die Rotorspitze jede Position einnehmen. Somit kann der Öffnungsdruck des proGAV stufenlos von 0 bis auf 20 cmH2O eingestellt werden. Um die Druckstufe nicht seitenverkehrt abzulesen, ist das Ventil an einer Seite abgeflacht im Röntgenbild sichtbar.

 
schematische Darstellung des Röntgenbildes
Abb. 1
   
 

Druckstufenerkennung im Röntgenbild für die
Gravitationseinheit

Im Röntgenbild sind die Druckstufen durch Kodierungen
zu erkennen. Folgende Druckstufen für die Gravitations-
einheit sind möglich:

     
Öffnungsdruck für die vertikale Position (cmH2O)
Kodierung der Gravitationseinheit
Detail Röntgenbild proGAV Gravitationseinheit
a)  Detail Röntgenbild proGAV Gravitationseinheit, gross mit einem Ring
b)  Detail Röntgenbild proGAV Gravitationseinheit, klein
10
klein, kein Ring
15
groß, kein Ring
20
groß, 1 Ring
25
groß, 2 Ringe
30
groß, 3 Ringe
35
groß, 4 Ringe
Abb. 2: Röntgenbild der Gravitationseinheit
a) groß, 1 Ring = 20 cmH2O, b) klein = 10 cmH2O
     
Abweichend von den oben stehenden Standarddruckstufen gibt es weitere Druckstufenkombinationen:  
 
Sonderdruckstufen
Verstelleinheit
(cmH2O)
Gravitationseinheit (cmH2O)
Die Sonderdruckstufen sollten gemäß unten stehender Druckstufenempfehlungen ausgewählt werden.
0 bis 20
ohne Gravitationseinheit
 
0 bis 20
10
 
0 bis 20
15
 
0 bis 20
30
 
0 bis 20
35
 
   
 
Besonderheit Einstellempfehlung für die Gravitationseinheit
Übergewicht Der Druck im Bauchraum wirkt der Drainage entgegen. So sollte man bei Adipositas-Patienten folgende Korrektur für die Gravitationseinheit (abhängig vom BMI = kg / m²) berücksichtigen:
  25-29 BMI   - 5 cmH2O Korrektur
  30-34 BMI   - 10 cmH2O Korrektur
  35-39 BMI   - 15 cmH2O Korrektur
  > 40 BMI  
nur die Verstelleinheit verwenden (keine Gravitationseinheit nötig)
Bettlägerigkeit Bei aktiven Menschen gelten die Standard-Druckstufen. Bettlägerige Patienten sollten mit einem max. Druck von 20 cmH2O in der Gravitationseinheit behandelt werden.
Körpergröße Der hydrostatische Sogeffekt hängt i.d.R. von der Körpergröße ab. Deshalb empfehlen wir folgende Korrekturfaktoren für die Gravitationseinheit:
  < 1,60m Körpergröße:   - 5 cmH2O
  > 1,80m Körpergröße:   +5 cmH2O
Kontrolle Die Verstelleinheit ist vom Hersteller auf 5 cmH2O voreingestellt. Bitte kontrollieren Sie die Werkseinstellung.
Körperposition Die Verstelleinheit bestimmt allein die Druckstufe im Liegen. Die entsprechende Druckstufe für die vertikale Position errechnet sich dagegen aus beiden Einheiten (Verstell- & Gravitationseinheit).
Verstellungen Wenn die Verstelleinheit verändert wird, hat das auch einen entsprechenden Einfluss auf den Öffnungsdruck in der stehenden Körperposition.