proGAV 2.0 ® - Druckstufen

Das proGAV 2.0 ist als einzelne Verstelleinheit und als Kombination mit der Gravitationseinheit (in sechs verschiedenen Druckstufen) erhältlich.

StandarddruckstufenVerstelleinheit (cmH2O)Gravitationseinheit (cmH2O)
Kinder bis 5 Jahre und Erwachsene ab 60 Jahre 0 bis 2020
Kinder bis 5 Jahre und Erwachsene ab 60 Jahre 0 bis 2025
Einstellempfehlung für die Verstelleinheit Verstelleinheit (cmH2O)
Standard (Kinder und NPH-Patienten) 5
Defensiv (z. B. Patienten mit extrem weiten Ventrikeln, Aquäduktstenosen oder stark erhöhtem ICP) 10
Spezial (z. B. Patienten mit Pseudotumor cerebri) 15

Druckstufenerkennung im Röntgenbild für die Verstelleinheit

Die eingestellte Druckstufe des proGAV 2.0 sollte immer mit dem proGAV 2.0 Kompass kontrolliert werden, kann aber auch mittels eines Röntgenbildes geprüft werden. Dabei ist die Stellung des Rotors entscheidend. Die Magnete sind im Röntgenbild als weiße Punkte zu erkennen und liegen sich paarig gegenüber. Auf einer Seite des Rotors dienen zwei zusätzliche Bohrungen - rechts und links neben den beiden Magneten - zur Orientierung. Sie sind als schwarze Punkte im Röntgenbild erkennbar. Diese Seite kann als Rotorrückseite bezeichnet werden. Gegenüber liegen die beiden vorderen Magnete. Der Raum zwischen diesen beiden Magneten kann als Dreieckspitze betrachtet werden. Anhand der Richtung dieses Zwischenraumes ist die Druckstufe ablesbar. Bis auf den als nicht einstellbaren Bereich gekennzeichneten Raum kann die Dreieckspitze jede Position einnehmen. Somit kann der Öffnungsdruck des proGAV 2.0 stufenlos von 0 bis auf 20 cmH2O eingestellt werden.

Um die Druckstufe nicht seitenverkehrt abzulesen, ist das Ventil an einer Seite mit einer Ventilmarkierung versehen, die im Röntgenbild schwarz sichtbar ist - bei einer Draufsicht auf das implantierte Ventil ist die Aussparung auf der rechten Seite sichtbar.

Röntgenbild,
Stellung 13 cmH2O
Druckstufen
0 - 20 cmH2O
schematische Darstellung des Rotors im Röntgenbild

Druckstufenerkennung im Röntgenbild für die Gravitationseinheit

Detailaufnahme
groß, 1 Ring
= 20 cmH₂O
klein
= 10 cmH₂O

Im Röntgenbild sind die Druckstufen durch Kodierungen zu erkennen. Folgende Druckstufen für die Gravitationseinheit sind möglich:

Öffnungsdruck für die vertikale Position (cmH2O)Kodierung der Gravitationseinheit
10klein, kein Ring
15groß, kein Ring
20groß, 1 Ring
25groß, 2 Ringe
30groß, 3 Ringe
35groß, 4 Ringe

Abweichend von den oben stehenden Standarddruckstufen gibt es weitere Druckstufenkombinationen:

SonderdruckstufenVerstelleinheit (cmH2O)Gravitationseinheit (cmH2O)
Die Sonderdruckstufen sollten gemäß unten stehender Druckstufenempfehlungen ausgewählt werden.0 - 20ohne Gravitationseinheit
0 - 2010
0 - 2015
0 - 2030
0 - 2035
BesonderheitEinstellempfehlung für die Gravitationseinheit
Übergewicht Der Druck im Bauchraum wirkt der Drainage entgegen. So sollte man bei Adipositas-Patienten folgende Korrektur für die Gravitationseinheit (abhängig vom BMI = kg / m²) berücksichtigen:
25-29 BMI               - 5 cmH2O Korrektur
30-34 BMI               - 10 cmH2O Korrektur
35-39 BMI               - 15 cmH2O Korrektur
> 40 BMI               nur die Verstelleinheit verwenden                                      (keine Gravitationseinheit nötig)
BettlägerigkeitBei aktiven Menschen gelten die Standard-Druckstufen. Bettlägerige Patienten sollten mit einem max. Druck von 20 cmH2O in der Gravitationseinheit behandelt werden.
Körpergröße Der hydrostatische Sogeffekt hängt i.d.R. von der Körpergröße ab. Deshalb empfehlen wir folgende Korrekturfaktoren für die Gravitationseinheit:
< 1,60m Körpergröße:- 5 cmH2O Korrektur
> 1,80m Körpergröße:+ 5 cmH2O Korrektur
KontrolleDie Verstelleinheit ist vom Hersteller auf 5 cmH2O voreingestellt. Bitte kontrollieren Sie die Werkseinstellung.
KörperpositionDie Verstelleinheit bestimmt allein die Druckstufe im Liegen. Die entsprechende Druckstufe für die vertikale Position errechnet sich dagegen aus beiden Einheiten (Verstell- & Gravitationseinheit).
VerstellungenWenn die Verstelleinheit verändert wird, hat das auch einen entsprechenden Einfluss auf den Öffnungsdruck in der stehenden Körperposition.