proGAV 2.0 ®

Das proGAV 2.0 ist die konsequente Weiterentwicklung des proGAV, das seit 10 Jahren erfolgreich weltweit im Einsatz ist. Wir haben von Anfang an sehr aufmerksam den Patienten, Ärzten, unseren Vertriebspartnern und auch den Kritikern zugehört und sind heute überzeugt ein sehr gutes Ventil weiter verbessert zu haben.

Das proGAV 2.0 ist wie sein Vorgänger ein lageabhängig arbeitendes Ventil, das vor allem einen verlässlichen Schutz vor Überdrainagekomplikationen bietet. Es besteht aus einer verstellbaren Differenzdruckeinheit und einer Gravitationseinheit. Im proGAV 2.0 vereinen sich bewährte Eigenschaften mit innovativen Neuerungen:

  • Taktiler Feedback Mechanismus für einfaches und sicheres Verstellen
  • Sanfte Messung und Verstellung mit den innovativen Soft-Touch-Instrumenten
  • Active-Lock Mechanismus als Schutz vor ungewollter Verstellung durch externe Magnetfelder (bis zu 3 Tesla)
  • Größerer Schutz vor Obstruktionen durch Erhöhung der Flussgeschwindigkeit aufgrund veränderter Rotorform
  • Verstärkung der Magnetkraft
  • Verbesserung der Röntgenerkennung im Scout View

Horizontale Position

Die Gravitationseinheit ist in der Liegendposition immer geöffnet und stellt keinen Widerstand dar. So ist der Öffnungsdruck des proGAV 2.0 in der horizontalen Körperposition ausschließlich durch die verstellbare Differenzdruckeinheit charakterisiert. Der Ventilöffnungsdruck der verstellbaren Differenzdruckeinheit kann je nach Krankheitsbild und Indikation von 0 bis 20 cmH2O eingestellt werden. Sie bleibt so lange geschlossen und verhindert die Liquordrainage, bis der Intrakranielle Hirndruck (ICP) des Patienten so stark ansteigt, dass die eingestellte Federkraft, die die Kugel sonst verschlossen hält, überwunden wird. Die Verschlusskugel bewegt sich aus dem Konus und erlaubt somit die entsprechende Liquordrainage.

Vertikale Position

In der vertikalen Körperposition wirken Gravitations- und Verstelleinheit gemeinsam. Sobald sich der Patient aufrichtet, wird die Tantalkugel (grün) in der Gravitationseinheit aktiviert und bewirkt durch ihre Schwerkraft eine Steigerung des Ventilöffnungsdrucks. Die Liquordrainage ist blockiert. Erst wenn der intraventrikuläre Druck die Summe der Öffnungsdrücke aus Verstell- und Gravitationseinheit erreicht, öffnet sich das Ventil und ermöglicht den Abfluss des Hirnwassers. Diese stufenlose Erhöhung, bis hin zum Maximum in vertikaler Körperposition des Patienten, bietet einen effektiven Schutz gegen Überdrainagen.