proSA®

Das proSA ist das erste Hydrocephalusventil, bei dem der Ventilöffnungsdruck für die stehende Körperposition beziehungsweise für eine Körperschräglage postoperativ verändert werden kann. Der Ventilöffnungsdruck arbeitet abhängig von der Körperposition des Patienten. Zusätzlich zum proSA sollte ein Differenzdruckventil wie das miniNAV oder ein einstellbares Ventil für die liegende Körperlage proGAV 2.0 implantiert werden.

Der Aufbau des proSA ist in der oberen Zeichnung dargestellt. Das proSA besteht aus einem stabilen Titangehäuse, in dessen proximalem Teil ein Kugel-Konus-Ventil integriert ist. Eine Saphirkugel garantiert den präzisen Verschluss. Das Gewicht ist mit der Stabfeder verbunden und hält die Saphirkugel im Kugelsitz. Abhängig von der Körperposition verändert sich die Gewichtskraft und somit der Ventilöffnungsdruck. Auf diese Weise kann in jeder Körperposition eine für den individuellen Patienten optimale Liquordrainage sichergestellt werden. Über einen drehbar gelagerten Rotor kann die Vorspannung der Feder und damit der Ventilöffnungsdruck durch die Haut magnetisch verstellt werden. Im Rotor sind vier Bohrungen integriert, welche eine Identifikation der Druckstufe im Röntgenbild gewährleisten. Der Liquor strömt über die Einlasstülle ein und durch die Auslasstülle aus.

Horizontale Position

In horizontaler Position hat das Gewicht keinen Einfluss auf die Saphirkugel. In dieser Lage stellt das proSA somit keinen Widerstand dar. Der Ventildruck kann ausschließlich durch das optional zu verwendende Differenzdruckventil bestimmt werden.

Vertikale Position

In senkrechter Position arbeiten das proSA und das Differenzdruckventil gemeinsam. Übersteigt die Summe aus intraventrikulärem Druck und hydrostatischem Druck den Ventilöffnungsdruck, bestehend aus der Summe des Differenzdruckventils und des proSA, bewegt sich die Verschlusskugel aus dem Konus und ein Spalt zur Liquordrainage wird freigegeben. Ein weiterer Druckanstieg wird somit verhindert.