GAV ® 2.0

Das feste Gravitationsventil zur Behandlung des Hydrocephalus

 

Das GAV 2.0 ist die konsequente Weiterentwicklung des bewährten GAV und paediGAV und wie seine Vorgänger ein Gravitationsventil bestehend aus einer Differenzdruck- und Gravitationseinheit. Es passt seinen Öffnungsdruck automatisch an die unterschiedlichen Körperlagen des Patienten an und kann so den unterschiedlichen Anforderungen eines Shuntsystems im Liegen und Stehen gerecht werden und vor allem der Gefahr einer möglichen Überdrainage in der aufrechten Körperposition entgegen wirken.

Vorteile der Generation 2.0

•    EIN Ventil für Kinder und Erwachsene
•    verändertes Druckstufenkonzept
•    neuartige Druckstufencodierung für eine klare Druckstufenerkennung in der Bildgebung
•    zwei zusätzliche Modelle für die lumboperitoneale Liquorableitung

Ein Ventil für Kinder und Erwachsene

Das schlanke zylindrische Design des Vorgängers wurde beim GAV 2.0 für einen besseren Strömungsverlauf weiter optimiert und noch einmal verkleinert. Gepaart mit dem veränderten Druckstufenkonzept eignet sich das GAV 2.0 für die Behandlung des Hydrocephalus beim Früh- und Neugeborenen, bei Kindern und Erwachsenen. 

Zwei zusätzliche LP-Varianten

Das GAV 2.0 wurde um zwei Modelle für die lumboperitoneale Liquorableitung erweitert.

GAV 2.0 LP
(gerade)

GAV 2.0 LP
(U-Form)

 

Funktion

Das GAV 2.0 ist ein Gravitationsventil. Es arbeitet also lageabhängig und muss deshalb immer parallel zur Körperachse implantiert werden.

Funktionsweise in der horizontalen Körperposition

Der Ventilöffnungsdruck des GAV 2.0  wird im Liegen nur durch die Mikrospiralfeder der Differenzdruckeinheit bestimmt. Die Gravitationseinheit ist in dieser Körperposition nicht aktiv und immer geöffnet. Übersteigt der Hirndruck (IVP) des Patienten den Öffnungsdruck der Mikrospiralfeder, bewegt sich die Verschlusskugel aus dem Konus, so dass ein Spalt zur Drainage freigegeben wird.

Funktionsweise in der vertikalen Körperposition

In der vertikalen Körperposition wirken Gravitations- und Differenzdruckeinheit gemeinsam. Sobald sich der Patient aufrichtet, werden die Kugeln in der Gravitationseinheit aktiviert, verschließen den Durchlass und bewirken mittels Schwerkraft einen erhöhten Ventilöffnungsdrucks. Nun muss zusätzlich zum Öffnungsdruck der Differenzdruckeinheit die Gewichtskraft der Kugeln überwunden werden. Erst wenn die Summe aus Hirndruck (IVP) und hydrostatischem Druck den Öffnungsdruck beider Einheiten übersteigt,ist eine Drainage erneut möglich. Mit diesem deutlich höheren Öffnungsdruck für die stehende Körperlage im Vergleich zum Liegen wird den physikalischen Anforderungen an ein Shuntsystem Rechnung getragen und das Risiko von Überdrainage verkleinert.

Die Miethke App

Die Funktionsweise des GAV 2.0 in den verschiedensten Körperpositionen, wird in der Miethke App interaktiv veranschaulicht.

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