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Häufig gestellte Fragen

Fragen & Antworten

Häufig gestellte Fragen

Hydrocephalus allgemein

Hydrocephalus (griech.: "hydro" = Wasser, "kephale" = Kopf) bezeichnet eine krankhafte Vergrößerung der mit Hirnwasser (Liquor) gefüllten Flüssigkeitsräume (Ventrikel) im Gehirn. Diese Erkrankung ist häufig die Folge von anderen Grunderkrankungen. Mehr Informationen hier.

NPH steht kurz für Normal Pressure Hydrocephalus und bezeichnet eine Form des Hydrocephalus, die zumeist erst ab einem Lebensalter von 60 Jahren auftritt und deshalb im Volksmund auch "Altershydrocephalus" genannt wird. Der NPH wird aufgrund seiner speziellen Symptome und dem Alter der Patienten nicht selten mit einer Form der Demenz verwechselt, was dazu führt, dass nach Schätzungen von Ärzten jeder 10. Demenzkranke eigentlich einen NPH hat und damit behandelbar wäre. Mehr Informationen hier.

Die Ursachen für einen Hydrocephalus können sehr vielseitig sein. Zuerst einmal unterscheidet man in angeborenen und erworbenen Hydrocephalus, wobei der angeborene Hydrocephalus häufig in Verbindung mit Hirnfehlbildungen steht. Auch beim erworbenen Hydrocephalus gibt es viele mögliche Ursachen: Schädel-Hirn-Trauma, Hirnblutungen, Tumore, Hirnhautentzündungen uvm. Eine Sonderform des Hydrocephalus ist der NPH (Normaldruckhydrocephalus).

Im Kern unterscheidet man zwischen einem Hydrocephalus occlusus (Verschluss-Hydrocephalus oder auch nicht-kommunizierender HC) und dem Hydrocephalus communicans (kommunizierender HC). Beim nicht-kommunizierenden Hydrocephalus verhindert eine "Blockade" (z.B. Tumor), dass das Hirnwasser frei zwischen den Hirnkammern zirkulieren - also kommunizieren - kann. Beim kommunizierenden Hydrocephalus sind die Hirnkammern frei miteinander verbunden, das Hirnwasser zirkuliert, aber es liegt meist eine Resorptionsstörung vor - das bedeutet, es wird nicht ausreichend Hirnwasser vom venösen Blutsystem wieder aufgenommen.

Hydrocephalus Behandlung & Diagnostik

Es gab immer wieder Versuche, medikamentöse Therapien zur Behandlung des Hydrocephalus zu entwickeln und einzusetzen, von denen sich bis heute allerdings keine wirklich durchgesetzt hat. Die Therapie der Wahl ist nach wie vor die Implantation eines Shuntsystems oder in bestimmten Fällen ein endoskopischer Eingriff.

Die Dauer der Implantation eines Shunts hängt von mehreren Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. In der Regel - ohne besondere Vorkommnisse - kann man von 30-60 Minuten ausgehen.

Hydrocephalus-Operationen werden in der Regel in allen Neurochirurgischen Kliniken durchgeführt.

Das überschüssige Hirnwasser wird in der Regel entweder in den Bauchraum oder in den rechten Herzvorhof abgeleitet, wobei die Ableitung in den Bauchraum die mit Abstand häufigste Methode ist. Die Flüssigkeitsmenge ist vergleichsweise sehr gering und wird in der Regel sehr gut aufgenommen und abgebaut.

Alle verstellbaren MIETHKE-Ventile können mit dem zugehörigen Mess-Instrument nicht-invasiv und ohne Röntgenkontrollen auf ihre eingestellte Druckstufe hin überprüft werden. Wir empfehlen darauf zu achten, dass die eingestellte Druckstufe immer im Patientenpass vermerkt wird, so wissen auch Sie jederzeit selbst Bescheid und können anderen behandelnden Ärzten schnell Auskunft geben. Für nicht-verstellbare MIETHKE-Ventile ist der feste Öffnungsdruck ohnehin im zugehörigen Patientenpass vermerkt.

Ja. Mittels moderner Ultraschalltechnik im Rahmen der Feindiagnostik kann und wird Hydrocephalus häufig, aber nicht immer, schon vor der Geburt entdeckt.

Miethke-Shunts

Fast alle Einzelteile eines MIETHKE Ventils bestehen aus biokompatiblem Titan. Viele weitere Produkt-Informationen finden sich online auf unserer Website www.miethke.com unter den jeweiligen Produkten. Unsere MIETHKE App zeigt darüber hinaus sehr schön die Funktionsweise der Ventile sowie die Druckstufenerkennung in der Bildgebung.

Die Einzigartigkeit der MIETHKE-Ventile liegt in ihrer Gravitationstechnologie. Sie sorgt dafür, dass der Abfluss von Hirnwasser in Abhängigkeit von der Körperlage reguliert wird und trägt damit physikalischen Naturgesetzen Rechnung. Unterschiedliche Körperlagen wie das Liegen, Sitzen und Stehen werden dabei stets ausgeglichen, um häufig vorkommende Symptome wie beispielsweise Kopfschmerzen zu verhindern. Verstellbare MIETHKE-Ventile lassen sich darüber hinaus ganz individuell auf den Patienten anpassen und sich bei verändernden Lebenssituationen jederzeit neu einstellen.
Zudem sind alle MIETHKE-Ventile, im Vergleich zu anderen Herstellern, aus biokompatiblem Titan. Das macht sie robust, langlebig, schützt die Technologie im Inneren vor Stößen und lässt die für MIETHKE Shunts typischen kleinen Bauformen zu.
Ein weniger produktspezifischer Unterschied ist der, dass wir uns seit 1992 jeden Tag in Vollzeit dem Thema Hydrocephalus widmen. 

Leider noch nicht. Es ist gar nicht so einfach für alle Kliniken in über 50 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt so einen Klinikfinder sinnvoll aufzubauen und aktuell zu halten und dabei alle regulatorischen Anforderungen aller Regionen zu erfüllen. Wir arbeiten daran. Bis dahin können wir aber anbieten, dass unsere Medizinprodukteberater jede Anfrage nach einer Kliniksuche persönlich beantworten: per Mail an medizinprodukteberater@miethke.com oder via Telefon unter 0331 620 830. Das gilt für die Suche nach geeigneten Kliniken in der Wohnumgebung, genauso wie für individuelle Reiseziele in der Welt im Zuge der Urlaubsplanung.

Nein. Jedes MIETHKE-Ventil hat im Prinzip seine eigenen Mess- und Verstellinstrumente. Es gibt allerdings einige Überschneidungen, so dass manche Instrumente auch für mehrere Ventile geeignet sind. Eine genaue Übersicht dazu finden Sie hier.

Funktionsweise von MIETHKE-Shunts

Nein. MIETHKE-Ventile sind für MRT-Geräte bis 3 Tesla kompatibel. Das bedeutet, dass sich unsere Ventile nicht ungewollt bei einer MRT-Untersuchung verstellen. Eine Röntgenkontrolle im Anschluss ist nicht notwendig.

Nein. Röntgenuntersuchungen sind für alle MIETHKE-Ventile unbedenklich und haben keinen Einfluss auf die Funktionsweise unserer Ventile oder ihren eingestellten Öffnungsdruck.

Ja. MIETHKE Ventile bieten einen sicheren Schutz vor Magneten bis zu einer Stärke von 3 Tesla und sind somit auch für Magnetresonanztomografen (MRT) bis zu dieser Magnetstärke kompatibel. Magnetfelder, die in Smartphones, Kopfhörern und Headsets vorkommen, sind von wesentlich geringerer Stärke und haben keinen Einfluss auf die Ventileinstellung von MIETHKE Shunts.

Nein. MIETHKE-Ventile sind für MRT-Geräte bis 3 Tesla  und damit auch für magnetische Spielzeuge oder Magnete des täglichen Lebens wie Smartphones, Kopfhörer, etc. kompatibel. Das bedeutet, dass sich unsere Ventile weder ungewollt bei einer MRT-Untersuchung (bis 3 Tesla) verstellen noch durch Magnete, die im täglichen Leben oder in Spielzeugen auftauchen.

Beim Pumpen des Reservoirs wird eine bestimmte kleine Menge an Hirnwasser aus den Ventrikeln durch das Shuntsystem gepumpt. Das kann hilfreich oder auch schädlich sein. Insbesondere bei Schlitzventrikeln kann zusätzliches Pumpen das Problem vergrößern. Grundsätzlich ist das Pumpen des Reservoirs dem Arzt vorbehalten.

Es gibt eine sehr schöne Studie hierzu, die wir an dieser Stelle gerne empfehlen (verlinken). Einige Patienten hören ihr Ventil andere nicht. Ganz einfach ausgedrückt, kann man davon ausgehen, dass das Ventil funktioniert, wenn man es hört. Andersrum gilt das nicht: Nur weil man das Ventil nicht hört, heißt das nicht, dass es nicht funktioniert. Die meisten Patienten, die ihr Ventil hören, beschreiben dieses Phänomen beim Wechsel der Körperlage - z.B. wenn sie morgens aufstehen. Was sie da hören, ist ein Vibrieren der Kugel, die das Ventil verschließt oder für das Öffnen verantwortlich ist. Beim Wechsel der Körperlage befindet sie sich in einem ständigen Wechsel zwischen Öffnen und Schließen, um den Druckausgleich gewährleisten zu können. Genauer kann man dieses Phänomen auch in unserem MIETHKE Journal nachlesen, wo wir die Hintergründe noch genauer erklären.

Alltag & Reisen mit MIETHKE-Shunts

Hier gilt wie so oft: Was gut tut, ist erlaubt. Was sich nicht gut anfühlt, nicht. Und in jedem Fall sollte die Eignung zum Tauchen - wie auch beim gesunden Menschen - mit dem Arzt vorher abgestimmt werden.

Hier können wir nur von den gesammelten Erfahrungen von Patienten berichten und wie beim Tauchen ist die Antwort abhängig vom eigenen Empfinden. Es gibt weder eine pauschale Empfehlung für das Wandern in großen Höhen noch könnten wir bestimmte Höhenmeter empfehlen, die für alle Patienten beschwerdefrei gelten. Jeder Mensch und jeder Hydrocephalus-Patient reagiert sehr unterschiedlich auf Höhen und die damit verbundenen Auswirkungen auf den eigenen Körper. Wir haben von Patienten gehört, die für ihr Leben gern in hohen Höhen wandern und das regelmäßig tun und wir kennen solche, die mit einigen Hundert Metern Probleme haben. Sie müssen es ausprobieren.

Ja, wenn Sie das vorher mit Ihrem Arzt besprechen, wenn es Ihnen dabei gut geht und keine typischen Drucksymptome auftreten.

Nein. Wir empfehlen trotzdem, den Patientenpass immer dabei zu haben, um sich als Implantatträger ausweisen zu können und um im Notfall alle wichtigsten Informationen für den behandelnden Arzt vor Ort zur Verfügung zu haben.

Wir empfehlen Ihnen, sich vor Ihrem Urlaub bei uns mögliche Kontaktdaten an Ihrem Reiseziel einzuholen. Natürlich können Sie sich aber auch jederzeit sonst an unsere Medizinprodukteberater wenden.

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WIR SIND FÜR SIE DA.

Thoralf Knitter

Leitung Forschung & Entwicklung

Roland Schulz

Leitung Produktmanagement

Thammo Weise

Produktmanagement

Andreas Bunge

Produktmanagement

Michaela Funk-Neubarth

Leitung Marketing & Personal

Jan Mügel

Produktmanagement

Josefine Kehl

Stellvertretende Leitung Marketing & Unternehmenskommunikation

August von Hardenberg

Produktmanagement

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