Normaldruck­hydrocephalus
Ganz normale
Alters­erscheinungen
oder NPH?

Was ist Normaldruck­hydrocephalus (NPH)?

Normaldruckhydrocephalus (engl.: Normal Pressure Hydrocephalus, NPH) ist eine spezielle Form des Hydrocephalus, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt. Typische Beschwerden wie Gangunsicherheit, kognitive Einschränkungen bis hin zur Demenz sowie Harninkontinenz entwickeln sich meist schleichend. Hinter der Vergesslichkeit wird oft fälschlicherweise eine Alzheimer-Erkrankung vermutet und die Gangstörung wird als Parkinson verkannt. Dabei ist NPH – früh erkannt – gut behandelbar: Durch die Implantation eines Ableitungssystems (Shunt) können sich die Symptome deutlich bessern. 

Studien zufolge sind etwa 3,7% der Menschen über 65 Jahren und rund 9% der über 80‑Jährigen betroffen.1 Dennoch wird NPH weiterhin häufig unterdiagnostiziert – und jede verpasste Diagnose bedeutet eine entgangene Behandlungsmöglichkeit und Einschränkungen der Lebensqualität.2

 

 

Symptome

Die typischen Symptome des Normaldruckhydrocephalus werden als Hakim‑Trias bezeichnet:

Gangunsicherheit, kognitive Störungen/Demenz, Harninkontinenz.

Die genaue Ausprägung der Symptome ist sehr individuell, oft werden sie mit typischen Alterserscheinungen verwechselt. Bei einem Verdacht auf NPH sollten deshalb gezielte neurologische Untersuchungen folgen.

mehr über NPH-Symptome

Diagnose NPH

Es gibt verschiedene Diagnoseverfahren für den Normaldruckhydrocephalus. Neben bildgebenden Verfahren wie MRT und CT kommen oft funktionelle Tests zum Einsatz – etwa der Spinal Tap Test.

Eine genaue Diagnostik ist entscheidend, da NPH‑Symptome häufig mit Alzheimer oder anderen Demenzformen verwechselt werden.

MEHR über die NPH Diagnose

 

Leben mit NPH

Heinz Weber berichtet über seinen langen Weg zur NPH Diagnose und wie es ihm danach damit geht.

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Behandlung

Im Gegensatz zu Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen lässt sich Normaldruckhydrocephalus wirksam behandeln. Dafür wird Betroffenen in der Regel ein Shunt implantiert – ein Ableitungssystem, das überschüssiges Hirnwasser reguliert und ableitet. Viele Betroffene profitieren mit einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome.3

Behandlung mit Shuntsystemen

Ventil­technologie

Zur Behandlung von NPH wird Betroffenen meist ein Shunt implantiert. Gravitationsventile steuern dabei, wieviel Hirnwasser abgeleitet wird. Sie bieten eine zuverlässige Behandlung und können zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen.4

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Referenzen

1. Andersson J, Rosell M, Kockum K, et al. Prevalence of idiopathic normal pressure hydrocephalus: A prospective, population-based study. (2019) PLoS ONE 14 (5): e0217705. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0217705

2. Petrella G, Ciarlo S, Elia S, et al. A. Idiopathic Normal Pressure Hydrocephalus: The Real Social and Economic Burden of a Possibly Enormous Underdiagnosis Problem. (2023) Tomography, 9, 2006–2015. https://doi.org/10.3390/tomography9060157

3. Luciano MG, Williams MA, Hamilton MG, et al. PENS Trial Investigators and the Adult Hydrocephalus Clinical Research Network. A Randomized Trial of Shunting for Idiopathic Normal-Pressure Hydrocephalus. (2025) The New England journal of medicine, 393(22), 2198–2209. https://doi.org/10.1056/NEJMoa2503109

4. Lemcke J, Meier U, Müller C, et al. Safety and efficacy of gravitational shunt valves in patients with idiopathic normal pressure hydrocephalus: a pragmatic, randomised, open label, multicentre trial (SVASONA). (2013) Journal of neurology, neurosurgery, and psychiatry, 84(8), 850–857. https://doi.org/10.1136/jnnp-2012-303936